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    News und Aktuelles von der IFF Meisterschule

    Unternehmensnachfolge: Die schwere Bürde des Handwerks

    Die deutschen Handwerks- und Industriebetriebe sind international hoch angesehen für ihre Präzision, ihren Wert und Qualität. Gerade kleine und mittelständische Unternehmen müssen sich heutzutage jedoch viel einfallen lassen, um gute Fachkräfte und Auszubildende zu gewinnen. Vor allem bei jungen Menschen steht vermehrt ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Arbeit und Freizeit ganz oben auf der Prioritätenliste.

    Woher sollen Meister ihres Fachs die Fachkräfte nehmen?

    Der Markt ist leer gefegt. Außerdem finden viele Betriebe keinen Nachfolger. Die Stimmung in der Branche ist vielerorts getrübt. Und es gibt nach und nach immer weniger Paradebeispiele für erfolgreiche Übergaben an die nachfolgende Generation. Fachkräftemangel und Nachfolgeregelung setzen vor allem dem Handwerk schon länger zu. Betriebe können sich nur zukunftsfähig gesichert aufstellen, wenn junge Mitarbeiter nachwachsen und sich deren Qualifikation nachhaltig entwickelt.

    Ein erfahrener und leistungsfähiger Meisterbetrieb verwirklicht die kleinen und großen Kundenwünsche – solide, handwerksgerecht, eben meisterlich. Dort ist hohes Fachwissen gebündelt und technisch weit entwickelte Produktionen und Kundenfreundlichkeit bezeugen Standard und Güteklasse. Hinzu kommt serviceorientiertes Arbeiten sowie Dienstleistungsverständnis. Viele wollen die zweite, dritte oder gar vierte Generation. Dass ein Unternehmen im Handwerk zukunftsfähig bleibt, daran arbeiten die Inhaber in der Geschäftsleitung.

    Den Generationswechsel rechtzeitig vorbereiten

    Früher war immer klar, wer den Betrieb übernimmt. Die Senioren haben den Betrieb an die Söhne abgegeben. Doch diese wünschen sich heutzutage einen ebenso fließenden Übergang, wenn sie in einigen Jahren ihren Betrieb in Meisterhände abgeben möchten. Die Weichen wollen die mittelständischen Betriebe rechtzeitig stellen. Demzufolge werden die Auszubildenden gefordert und gefördert. Viele Betriebe locken während der Ausbildung mit einem Auslandspraktikum, um Anreize zu schaffen.

    Aber auch die jungen Handwerksburschen, die um die 30 Jahre, fragen nach Unterstützung für die Meisterprüfung. Und die über 40-Jährigen möchten wissen, was ist in ein paar Jahren, wenn der Chef aufhört. In der Regel hat jeder Mitarbeiter die Möglichkeit, in eine Führungsposition aufzusteigen, wenn er sich dafür qualifiziert hat und sich bestenfalls noch mit dem Betrieb identifiziert. Betriebsinhaber hoffen allerdings schon heute, dass einer es wohl machen wird, wenn Konjunktur und Auftragslage so gut bleiben. Fest steht: Ohne engagierte Meister kann der erhebliche Fachkräftebedarf der Unternehmen nicht gestemmt werden. So müssen sich zahlreiche Handwerksmeister überlegen, wie sie irgendwann einen Nachfolger für ihren Handwerksbetrieb finden, wenn sich keine Nachfolge aus der eigenen Familie abzeichnet. Dann müssen sie perspektivisch schauen, ob bei einem der Mitarbeiter Interesse an der Fortführung des Betriebs besteht. Und dann wird es die Zukunft zeigen.

    Doch bei manchem Handwerksmeister, insbesondere in ländlichen Regionen geht es momentan nicht nur um die konkrete Nachfolge. Nicht wenige Betriebe können mitunter seit langem vakante Stellen nicht mehr besetzen. Geeignetes Personal ist auch mithilfe des Jobcenters und der Arbeitsagentur oft nicht zu finden. Der Grund: Der Fachkräfte-Markt ist quasi leer. Viele Betriebe konzentrieren sich daraufhin verstärkt auf das selbst Ausbilden und wollen das auch zukünftig tun. Der Erfolg gibt ihnen Recht.

    Kommt jetzt zum Fachkräftemangel der Unternehmermangel hinzu?

    Wo angesetzt werden muss, damit sich die Situation für das Handwerk ändert, beschreibt ein Tischlermeister aus Niedersachsen so: „Handwerksbetriebe müssen versuchen, so rechtzeitig wie möglich über das Angebot von Praktika und Zukunftstagen das Interesse junger Menschen für das Handwerk zu wecken und sie für die handwerkliche Arbeit zu begeistern.“ Letztlich sei jedoch ein gesellschaftliches Umdenken notwendig. Die Wertschätzung für handwerkliche Arbeit sei in den vergangenen Jahren stetig gesunken. Durch Veränderungen, insbesondere den Wegfall der Meisterpflicht in bestimmten Gewerken, habe die Qualität gelitten. Der Meister sagt: „Der Fokus bei der Berufswahl liegt häufig auf Kriterien wie hohe Verdienstmöglichkeit, wenig körperliche Anstrengung, viel Freizeit.“ Dabei könne die körperliche Arbeit sehr befriedigend sein. „Der Handwerker sieht den Erfolg seiner Arbeit direkt“, so der Meister.

    Manche Bäcker und Metzger schließen bereits an einem Tag der Woche, weil sie nicht genügend Personal haben. Andere Unternehmen müssen Aufträge ablehnen, weil ihnen die Mitarbeiter fehlen, um sie abzuarbeiten. Und bei den Aufträgen, die sie angenommen haben, kommen viele Unternehmer an ihre Grenzen, was in der Konsequenz zu langen Wartezeiten bei den Kunden führt. Das ist kein gutes Gefühl für den Handwerker.

    Überhaupt stellt sich die Frage, ob das Handwerk ein Imageproblem hat. Es liegt wohl vielmehr daran, dass Berufe allgemein moderner geworden sind. Die Auswahl ist internationaler geworden. Das bedeutet, es sind weniger Jugendliche, die sich für eine Ausbildung interessieren können und zudem hat sich das Anforderungsprofil in anderen Berufen gewandelt.

    Hinter echter Qualität steht immer ein Meister

    Viele Handwerker plädieren für die Wiedereinführung der Meisterpflicht in den zulassungsfreien Gewerken, weil das wieder zu mehr Wettbewerbsgerechtigkeit und zu fairen Marktbedingungen führen würde. Den Kunden ist oft nicht klar, dass Sie einen Auftrag an einen Handwerker vergeben, der gar kein gelernter Handwerker ist. In den Medien werden eine Vielzahl von Beispielen gebracht, bei denen ein geschultes Auge sofort erkennt, dass kein qualifizierter Handwerker gearbeitet hat. Oftmals fehlt es schon an dem Wesentlichen – nämlich an einer Gewerbeanmeldung und der Eintragung in die Handwerksrolle.

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